Einrichtungstipps
25. September 2026
10 Min. Lesezeit

Homeoffice für zwei einrichten: Wenn sich zwei Arbeitsplätze ein Zimmer teilen

Homeoffice für zwei Personen einrichten: Zonierung, Schallschutz und doppelter Stauraum für ein gemeinsames Arbeitszimmer. Mit Maßen, Kosten und ehrlichen Grenzen.

Homeoffice für zwei einrichten: Wenn sich zwei Arbeitsplätze ein Zimmer teilen

Wenn zwei Personen dauerhaft im selben Zimmer im Homeoffice arbeiten, reicht ein zweiter Schreibtisch allein nicht: Ohne klare Zonen, Schallschutz und getrennte Stauräume stören sich beide schon nach wenigen Tagen gegenseitig. Wer ein Homeoffice für zwei einrichten möchte, sollte deshalb mit der Zonierung beginnen und nicht mit der Möbelauswahl. Mit Zimmergestalten.de lässt sich eine geplante Aufteilung vorab am eigenen Raumfoto testen – die Web-App ist dauerhaft mit 3 Designs pro Tag kostenlos und läuft im Browser sowie über die iOS- und Android-App.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Zonen statt eines Zimmers: getrennte Blickrichtungen und eine eigene Lichtquelle je Arbeitsplatz.
  • Mindestmaß: rund 10 bis 12 Quadratmeter für zwei Plätze im rechten Winkel oder Rücken an Rücken, ab 14 Quadratmetern deutlich komfortabler.
  • Anordnung: Rücken an Rücken oder im rechten Winkel schlägt "nebeneinander wie im Klassenzimmer".
  • Schall: Teppich, Vorhänge und ein gepolstertes Regal als Trenner wirken stärker als jede Deko.
  • Videocalls: feste Absprachen plus ein Ausweichort schlagen jede rein technische Lösung.
  • Stauraum doppelt denken: jede Person braucht eigene Ablage, kein gemeinsames Regal für beide.
Gemeinsames Homeoffice für zwei Personen mit zwei Schreibtischen und einem niedrigen Regal als Raumteiler in der Mitte, dazu je eine eigene Stehleuchte
Zwei Arbeitsplätze, zwei Blickrichtungen: Rücken an Rücken mit einem niedrigen Regal als Trenner funktioniert in den meisten Zimmern.

Warum ein gemeinsames Homeoffice eine eigene Planung braucht

Seit dauerhaftes Homeoffice für Paare, WGs und Familien zur Normalität geworden ist, taucht ein Problem immer wieder auf: Ein einzelner Raum muss plötzlich zwei vollwertige Arbeitsplätze aufnehmen, ohne dass beide Personen sich beim Telefonieren, bei Videocalls oder schlicht beim Konzentrieren gegenseitig stören. Wer einen einzelnen Arbeitsplatz einrichten möchte, findet die Grundlagen dazu im Ratgeber Home Office einrichten. Sobald ein zweiter Platz hinzukommt, ändern sich die Anforderungen jedoch spürbar: Aus einer Raumgestaltung wird eine Zonierungsaufgabe.

Betroffen sind ganz unterschiedliche Haushalte: Paare, die beide dauerhaft im Homeoffice arbeiten, WGs mit zwei Studierenden im selben Zimmer oder Familien, die ein früheres Gästezimmer zum Doppel-Arbeitszimmer umfunktionieren. In allen drei Fällen gilt dieselbe Grundregel der Raumplanung: Erst die Zonen festlegen, dann die Möbel wählen. Wer diese Reihenfolge umdreht und zuerst zwei möglichst günstige Schreibtische kauft, merkt oft erst beim Aufbau, dass für eine sinnvolle Trennung gar kein Platz mehr bleibt.

Der häufigste Fehler ist, zwei Schreibtische einfach nebeneinander an dieselbe Wand zu stellen, wie in einem Klassenzimmer. Das spart zunächst Platz, sorgt aber dafür, dass beide ständig den Bildschirm der anderen Person im Augenwinkel sehen und jedes Telefonat unangenehm mithörbar wird. Wer stattdessen von Anfang an in zwei getrennten Zonen denkt, spart sich spätere Umbauten und Frust.

Wie groß muss ein Homeoffice für zwei Personen sein?

Bevor Möbel ausgesucht werden, sollten diese Maße feststehen, denn in einem geteilten Arbeitszimmer entscheidet jeder Zentimeter doppelt:

  • Schreibtischbreite: 120 bis 140 Zentimeter pro Person, damit Monitor, Tastatur und etwas Ablagefläche Platz finden.
  • Schreibtischtiefe: 70 bis 80 Zentimeter, bei Nutzung von zwei Monitoren eher 80 Zentimeter.
  • Laufweg: 80 bis 90 Zentimeter zwischen Möbeln und Wand, damit beide Plätze unabhängig voneinander erreichbar bleiben.
  • Abstand der Plätze: bei einander zugewandten Schreibtischen mindestens 200 Zentimeter zwischen den Bildschirmen, sonst entsteht das Gefühl ständiger Beobachtung.
  • Raumgröße gesamt: ab etwa 10 bis 12 Quadratmetern für Rücken an Rücken oder rechten Winkel, ab 14 Quadratmetern für zwei vollständig getrennte Zonen mit Regal als Trenner.

Wenn das vorhandene Zimmer schmal und lang geschnitten ist, lohnt zusätzlich ein Blick in den Ratgeber Längliches Zimmer einrichten: Die dortigen Zonierungsprinzipien lassen sich eins zu eins auf zwei Arbeitsplätze übertragen, ein Platz pro Zimmerende.

Rücken an Rücken, im Winkel oder getrennte Enden: drei bewährte Aufteilungen

Für die meisten Zimmerformen haben sich drei Grundmuster durchgesetzt, die sich je nach Grundriss kombinieren lassen:

  1. Rücken an Rücken: Beide Schreibtische stehen mit der Rückseite zueinander, dazwischen ein niedriges, offenes Regal von 100 bis 150 Zentimetern Höhe als Sicht- und Schalltrenner. Diese Lösung braucht am wenigsten Grundfläche und funktioniert in fast jedem rechteckigen Zimmer. Weitere Trenner-Varianten zeigt der Beitrag Raumteiler-Ideen.
  2. Rechter Winkel in der Ecke: Ein Schreibtisch steht an der einen Wand, der zweite im rechten Winkel dazu an der angrenzenden Wand. So sitzt niemand direkt gegenüber, und beide profitieren vom Tageslicht des Fensters. Gerade eine bislang ungenutzte Zimmerecke eignet sich gut für den zweiten Platz – wie das aussehen kann, zeigt die Funktion Ungenutzte Ecke gestalten.
  3. Getrennte Enden eines Raums: In länglichen oder sehr großen Zimmern lässt sich jedem Arbeitsplatz ein eigenes Ende zuordnen, mit einem Sideboard oder Regal als Grenze in der Mitte. Diese Variante braucht die meiste Fläche, bietet dafür aber die größte Distanz und damit die wenigsten Störungen.

Bei allen drei Varianten gilt: Jede Zone braucht ihre eigene Lichtquelle. Eine einzelne Deckenleuchte in der Raummitte beleuchtet zwar beide Plätze, macht aber keinen davon wirklich blendfrei. Besser ist je eine Schreibtischleuchte oder Stehleuchte pro Person, ergänzt um eine gemeinsame Grundbeleuchtung. So bleibt die Zonierung auch abends erkennbar, wenn Tageslicht fehlt.

Zwei Schreibtische im rechten Winkel in einer hellen Zimmerecke, mit getrennten Lichtquellen und Pflanzen als Sichtschutz
Im rechten Winkel sitzt niemand direkt gegenüber, und beide Arbeitsplätze profitieren vom selben Fenster.

Videocalls und Lärm: Wie zwei Arbeitsplätze im selben Raum funktionieren

Der Punkt, an dem ein gemeinsames Homeoffice in der Praxis am häufigsten scheitert, ist nicht die Möblierung, sondern der Lärmpegel während paralleler Videocalls. Drei Maßnahmen wirken zuverlässig:

  • Textilien statt Technik zuerst: ein großer Teppich, dichte Vorhänge und ein gepolstertes Regal schlucken bereits einen spürbaren Teil des Schalls, ganz ohne bauliche Maßnahme.
  • Zwei bis drei Akustikpaneele an der Wand hinter den Arbeitsplätzen reduzieren den Nachhall zusätzlich, besonders in Zimmern mit glatten Wänden und wenig Möblierung.
  • Geschlossene Over-Ear-Kopfhörer für Calls sind die zuverlässigste Einzelmaßnahme: Sie verhindern, dass die eigene Stimme über den Lautsprecher der anderen Person mitgehört wird.

Ebenso wichtig ist die Organisation: Ein einfaches "Ampel-System", etwa eine kleine Karte oder eine Leuchte am Platz, zeigt an, ob gerade ein Call läuft und Rücksprache warten sollte. Wer regelmäßig parallel telefoniert, sollte außerdem einen Ausweichort für spontane Gespräche einplanen, etwa den Esstisch oder einen ungenutzten Flur, statt jedes Gespräch im selben Zimmer zu führen.

Stauraum und Kabelmanagement doppelt planen

Ein einzelnes gemeinsames Regal für zwei Personen führt in der Praxis fast immer zu Chaos, weil Unterlagen sich vermischen und niemand mehr genau weiß, wessen Kabel oder Ordner wo liegen. Deutlich verlässlicher funktioniert getrennter Stauraum: eine eigene Schublade, ein eigenes Fach oder ein eigenes kleines Regalmodul pro Person, klar räumlich zugeordnet zum jeweiligen Schreibtisch.

Beim Kabelmanagement hilft ein separater Kabelkanal oder eine Kabelbox je Arbeitsplatz, damit Ladegeräte, Monitorkabel und Mehrfachsteckdosen nicht ineinander verknoten. Ein gemeinsam genutzter Drucker oder Scanner findet am besten einen neutralen Platz zwischen beiden Zonen, etwa auf dem trennenden Regal, damit keine der beiden Personen ständig zum Platz der anderen laufen muss.

Getrennter Stauraum für zwei Arbeitsplätze mit eigenem Regalfach, Kabelbox und ordentlich verlegten Kabeln je Schreibtisch
Getrennte Fächer statt eines gemeinsamen Regals: So bleibt auch nach Wochen erkennbar, wessen Unterlagen wo liegen.

Kosten und Aufwand im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt, mit welchem Budget sich ein gemeinsames Homeoffice realistisch einrichten lässt, wenn die Schreibtische bereits vorhanden sind.

MaßnahmeAufwandUngefähre KostenWirkung
Zonierung und Umstellen2 bis 3 Stunden0 €Sehr hoch
Offenes Regal als Raumteiler1 Nachmittag150 bis 400 €Hoch
2 bis 3 Akustikpaneele1 bis 2 Stunden60 bis 150 €Hoch
Noise-Cancelling-Kopfhörer je PersonSofort einsatzbereit150 bis 300 €Sehr hoch
Zweite Steh- oder Tischleuchte30 Minuten30 bis 80 €Mittel bis hoch
Größerer, schallschluckender TeppichBestellen und auslegen100 bis 250 €Mittel bis hoch
Kabelkanal oder Kabelbox je Platz1 Stunde20 bis 50 €Mittel
Zwei ergonomische BürostühleBestellen und einstellen300 bis 1.200 €Hoch

Wer mit kleinem Budget startet, erzielt die größte Wirkung meist mit Zonierung, Regal und Kopfhörern zusammen – oft schon für unter 400 Euro, bevor überhaupt neue Schreibtische oder Stühle zur Debatte stehen.

Das kann die KI nicht

So hilfreich eine Vorschau beim Planen ist, ein paar Grenzen sollten Sie kennen, damit die Erwartung stimmt. Zimmergestalten.de erzeugt keine maßstabsgetreuen Grundrisse und keine Bemaßungen: Ob zwei Schreibtische mit jeweils 130 Zentimetern Breite tatsächlich im rechten Winkel in Ihre Ecke passen, beantwortet weiterhin nur das Maßband. Ebenso wenig ersetzt die App eine akustische Messung oder eine ergonomische Arbeitsplatzbewertung nach Arbeitsschutzrichtlinien – bei dauerhaften gesundheitlichen Fragen zu Bildschirmarbeitsplätzen ist eine Fachberatung nach wie vor die richtige Adresse. Auch zur tatsächlichen Schalldämmung einer Wand oder Tür macht die App keine Aussage – das bleibt eine Frage für den Akustiker oder Handwerksbetrieb, nicht für ein Foto. Die Bilder helfen bei der Frage, wie eine Aufteilung wirkt, nicht bei der Frage, ob sie zentimetergenau oder bauphysikalisch optimal ist.

Ideen zuerst am eigenen Foto testen

Bevor Möbel bewegt oder neu gekauft werden, lohnt sich ein Blick auf das Ergebnis am Bildschirm. Dafür gibt es Zimmergestalten.de vom Hersteller Rocket Digital Limited. Sie fotografieren das gemeinsame Zimmer am besten von der Tür aus, laden das Bild hoch und wählen einen Einrichtungsstil. In unter 5 Sekunden erhalten Sie eine fotorealistische Neugestaltung desselben Raums, mit derselben Fensterposition und derselben Raumform, sodass sich Rücken-an-Rücken- und Eck-Lösungen direkt vergleichen lassen.

  • Ohne Installation: Die Web-App läuft im Browser und lässt sich ohne Anmeldung ausprobieren.
  • Dauerhaft kostenlos: 3 Designs pro Tag, ohne Kreditkarte, aus 46 Einrichtungsstilen und 33 Raumtypen.
  • Pro-Zugang: 39,99 Euro im Jahr, das entspricht etwa 3,33 Euro im Monat. Alternativ 16,99 Euro monatlich oder 219,99 Euro einmalig als Lifetime-Zugang. Alle Details auf der Seite Preise.

Wer nach dem gemeinsamen Homeoffice noch einen einzelnen, klassischen Arbeitsplatz einrichten möchte, findet ergänzend passende Tipps im Ratgeber Arbeitszimmer einrichten.

Fassen wir zusammen: Ein Homeoffice für zwei gelingt nicht durch einen zweiten Schreibtisch, sondern durch zwei klar getrennte Zonen mit eigenem Licht, eigenem Stauraum und einem Trenner, der Sicht und Schall gleichermaßen bricht. Rücken an Rücken, im rechten Winkel oder an getrennten Enden des Raums – wer eines dieser drei Muster konsequent umsetzt, kann auch auf begrenzter Fläche produktiv nebeneinander arbeiten, ohne sich gegenseitig ständig im Weg zu stehen.

Sehen Sie den Unterschied selbst

Ziehen Sie den Regler: So verwandelt die KI ein echtes Zimmerfoto in Sekunden.

Zimmer vor der KI-Umgestaltung
Zimmer nach der KI-Raumgestaltung im modernen Stil
Vorher
Nachher

Gestalten Sie Ihr Home Office mit KI um

Laden Sie ein Foto hoch und sehen Sie in wenigen Sekunden, wie Ihr Home Office neu eingerichtet aussehen könnte. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Jetzt Foto hochladen

Das könnte Sie auch interessieren

Gratis: Die 10-Punkte-Checkliste vor dem Möbelkauf

Als PDF direkt zum Herunterladen – plus die besten Wohnideen, Stil-Guides und KI-Tricks etwa einmal pro Monat ins Postfach. Jederzeit abbestellbar.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung. Kein Spam.

Lara Lohmer – Redakteurin für Inneneinrichtung & Wohntrends

Geschrieben von

Lara Lohmer

Redakteurin für Inneneinrichtung & Wohntrends

Schreibt über Einrichtung, Wohntrends und KI-Raumgestaltung – mit Fokus auf praktische Tipps für echte Wohnungen. Alle Artikel ansehen

#homeoffice für zwei einrichten#gemeinsames arbeitszimmer einrichten#homeoffice für zwei personen#zwei schreibtische ein zimmer#arbeitszimmer für zwei einrichten#doppelarbeitsplatz zuhause#home office paar einrichten#schreibtisch für zwei personen#homeoffice zonieren#gemeinsames homeoffice paar#raumteiler homeoffice#kleines arbeitszimmer für zwei#büro für zwei zuhause einrichten#homeoffice einrichten ideen#zwei arbeitsplätze in einem raum#ki raumplaner homeoffice
KI-Recherche

Frag die KI über uns

Sie möchten eine unabhängige Einschätzung? Klicken Sie auf einen der KI-Assistenten – die Frage nach Zimmergestalten.de ist bereits fertig eingetippt. Sie müssen nur noch auf Senden drücken.

Öffnet den jeweiligen KI-Dienst mit vorbereiteter Frage. Unsere Fakten für KI-Systeme